Kentikian, die sich zu Jahresbeginn vom Universum-Stall getrennt hatte und ihren zweiten Einsatz für das Magdeburger SES-Team von Promoter Ulf Steinforth absolvierte, blieb damit im 30. Profikampf unbesiegt.
Die 153 cm kleine Athletin setzte ihre fünf Jahre jüngere Gegnerin, die den WBO-WM-Titel im Minimumgewicht hält, von Beginn an mit aggressiven Kombinationen unter Druck. Im Vorfeld hatte die gebürtige Armenierin angekündigt, nach einer Phase des vorsichtigeren Boxens wieder attackieren und den Stil ihrer ersten Profijahre mit der Erfahrung aus 15 WM-Kämpfen kombinieren zu wollen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Aus einer kontrollierten Deckung heraus feuerte sie eine Vielzahl schneller Hände in Richtung ihrer überforderten Gegnerin ab, die die Schlaghagel mit einer löchrigen Doppeldeckung aufzuhalten versuchte. In den mittleren Runden stand Pannimit vor dem Knock-out, rettete sich nur unter Mithilfe des einschreitenden Ringrichters in die Pausen.
„Die Stimmung war unglaublich schön. Der Kampf war okay, ich hätte sicher besser nachsetzen können, aber die Gegnerin war zäh“, sagte Kentikian, die nun hofft, 2012 zum Rückkampf gegen Nadia Raoui antreten zu können.
Quelle: Hamburger Abendblatt